Die Lage am Biebricher Schlosspark ist toll, vor allem im Sommer, weil es viele Bäume und damit Schatten gibt. Leider wurden in den letzten Jahren hochwertige Spielgeräte lange garnicht und dann durch unattraktive Billigvarianten ersetzt. Es gibt aus längst vergangenen Tagen, als Politik wenigstens zum Teil noch fürs gemeine Volk gemacht wurde, ein solide gemauertes Toilettenhäuschen, das aber, egal zu welchen Zeiten man den Spielplatz besucht, verschlossen ist. Das hat zur Folge, dass den Besucher nichts anderes übrig bleibt, als ihre Notdurft in den angrenzenden Büschen zu verrichten- auch eine Art, seine Solidarität mit der Dritten Welt zu zeigen, wo es ebenfalls keine öffentlichen Toiletten gibt. Weht der Wind aus einer bestimmten Richtung, kann man auf den zur Parkseite gelegenen Bänken des Spielplatzes nicht Sitzen, ohne dass einem der Fäkaliengestank in die Nase steigt. Für den Betrieb von Toilettenhäuschen hat die völlig verarmte Millionärsstadt Wiesbaden scheinbar kein Geld, erst recht nicht, wenn ein relativ großer Teil der Besucher des Spielplatzes Zuandererkinder sind. Und die Herrschaften des Pfingsturniers pfercht man klugerweise im anderen Teil des Schlossparks ein, wo der Fäkaliengeruch vielleicht nicht hinüberreicht, und den Rest überdeckt der Geruch von Pferdedung. Wenns um Kinder und Jugendliche geht, scheut das Wiesbadener Rathaus eben vor nichts zurück, um Geld einzusparen.
Michael B.29. Mai 2015
Gepflegter Spielplatz auf dem meine beiden Kinder, 4